{"id":627,"date":"2020-03-19T18:54:33","date_gmt":"2020-03-19T18:54:33","guid":{"rendered":"https:\/\/vargberg.de\/?p=627"},"modified":"2020-05-13T15:01:41","modified_gmt":"2020-05-13T15:01:41","slug":"unser-ist-das-meer-kapitel-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vargberg.de\/?p=627","title":{"rendered":"Unser ist das Meer &#8211; Kapitel 8"},"content":{"rendered":"\n<p><em>\u201eIch erz\u00e4hle euch die Geschichte von Algrid Feuerhaar.\nGeboren und aufgewachsen in Olport war sie fr\u00fch noch bekannt unter dem Namen\nAlgrid Thinmarsdottir. Sie war jung und wild und kein Ort und kein Schiff\nkonnten sie lange halten. Ihr Haar war rot, lang und genauso wenig zu b\u00e4ndigen.\nEs glich einer Flamme, die ihr mit Sommersprossen geschm\u00fccktes Gesicht\numrahmte. Die M\u00e4nner verzehrten sich nach ihr, doch auch von ihnen konnte\nkeiner Algrid halten. Sie ging keinem Kampf aus dem Weg und f\u00fcr jeden besiegten\nGegner besuchte sie einen anderen Hamsbitari, der ihre wei\u00dfe Haut mit einem\nneuen Bild verzierte. Doch weshalb jeder Thorwaler n\u00f6rdlich von Nostria ihren\nNamen kannte, war ihr Geschick den Schneidzahn zu werfen. Niemand kam ihr in\ndieser Kunst gleich und sie geh\u00f6rte zu den wenigen, die in der Lage waren diese\nWaffe um Ecken zu werfen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Auch Olport konnte sie nicht lange halten und so\nbestieg sie ein Schiff Richtung Virport. Schon oft hatte sie diese kleine Stadt\nbesucht, da es hier den besten B\u00e4renmet gab und sie es nie l\u00e4nger als zwei\nWinter aushielt ohne ein Horn von diesem k\u00f6stlichen Getr\u00e4nk zu genie\u00dfen. Als\nsie nun jedoch an ihrem Ziel ankam, wurde sich nicht wie sonst freudig begr\u00fc\u00dft.\nVerwirrt machte sie sich auf den Weg ins Innere der Stadt. Alles schien irgendwie\ngrauer und trauriger zu sein, als sie es gewohnt war. Nur wenige wagten sich\naus ihren H\u00e4usern und weder Kinder noch Tiere bev\u00f6lkerten die Stra\u00dfen. Algrid\nmachte sich auf den Weg zum Haus der Dorf\u00e4ltesten. Die Alte hatte sie immer mit\noffenen Armen empfangen und stets hatte Algrid ein Platz an ihrem Herd\ngefunden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Nach kurzem Klopfen \u00f6ffnete die Tochter der Alten die\nT\u00fcr und f\u00fchrte Algrid wortlos zu ihrer Mutter. Die Alte sa\u00df zusammengesunken am\nFeuer und starrte in die Flammen. Algrid setzte sich neben die Alte und wartete\ndarauf, dass sie etwas sagte. \u201eDie G\u00f6tter haben dich geschickt,\u201c sprach die\nAlte nach schier endlos langer Zeit und Algrid bekam eine G\u00e4nsehaut. Mein Durst\nauf Met hat mich hierher geschickt, dachte Algrid zweifelnd und h\u00f6rte der Alten\nweiter zu. \u201eEin gr\u00fcner Schatten \u00fcberf\u00e4llt unser Dorf\u201c, fuhr die Alte fort.\n\u201eImmer und immer wieder. Anfangs riss er nur Ziegen und Rinder, doch jetzt holt\ner sich Schwache und Kinder. Du musst etwas dagegen tun.\u201c Algrid schauderte es.\nIhr Blick glitt auf ihre Hautbilder, jedes einzelne f\u00fcr einen besiegten Gegner.\nIhr linker Arm war so eng mit Hautbildern bedeckt, dass man die Haut nicht mehr\nsah, doch auf ihrem rechten Arm war durchaus noch Platz. \u201eIch mache es\u201c, sagte\nsie zu der Alten. \u201eWo muss ich hin?\u201c Die Alte blickte sie mit Tr\u00e4nen in den\nAugen an. \u201eDanke Kind. Du bist unsere Rettung. Folge dem schmalen Pfad hinter\nder Schmiede. Und nimm das hier mit.\u201c Sie legte Algrid eine Kette aus\ngl\u00e4nzendem Metall um den Hals, die mit allerlei glitzernden Steinen verziert\nwar. \u201eEr liebt alles was glitzert und gl\u00e4nzt\u201c, zischte die Alte verbittert.\n\u201eDer Schatten wird dich finden.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Algrid verlie\u00df wortlos das Jolskrim und schritt zur\nTaverne wo sie sich ein gro\u00dfes Horn B\u00e4renmet genehmigte. Das zweite Horn trank\nsie nur zur H\u00e4lfte leer, den Rest sch\u00fcttete sie in die Flammen des Herds. \u201eAuf\ndich, alte Flosse\u201c, fl\u00fcsterte sie. \u201eBesch\u00fctze mich heute oder hol mich, um an\ndeiner Seite zu streiten.\u201c Dann machte sie sich auf den Weg.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Die schmale Pfad war nicht schwer zu finden und er\nf\u00fchrte direkt in den Wald hinein. Er f\u00fchrte \u00fcber zwei Lichtungen und verlor\nsich dann jedoch im Dickicht. Algrid fluchte leise, schritt aber immer weiter\nin den dichter werdenden Wald hinein. Ihr Herz flatterte wie ein Vogel in ihrer\nKehle und ihre rechte Hand umklammerte ihre Orknase. An ihren H\u00fcften baumelten\nihre beiden Schneidz\u00e4hne, die mit Opalen und Rubinen verziert waren. Sie\nmarschierte und marschierte, doch nichts schien unheimlich oder seltsam an\ndiesem Wald. Sie sah eine F\u00fcchsin, die eines ihrer Jungen in den sch\u00fctzenden\nBau zur\u00fcck trug und kam an einem aufgestauten See vorbei, in dem eine riesige\nBiberburg thronte, doch all dies machte ihr keine Angst.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Sie war bereits mehrere Jurgaliedl\u00e4ngen unterwegs, als\nsie sich entschloss umzukehren. Sie wollte die Nacht nicht im Wald verbringen\nund darum hatte die Alte sie auch nicht gebeten. Nachts kamen andere Dinge als\nSchatten aus ihren L\u00f6chern und die wollte Algrid wenn m\u00f6glich vermeiden. Sie\nkehrte also um. Vorbei an der Biberburg und vorbei an dem Fuchsbau. Der R\u00fcckweg\nkam ihr viel l\u00e4nger vor und als sie schlie\u00dflich ein zweites und drittes Mal an\nder Biberburg vorbei kam, wusste sie, dass sie sich verirrt hatte. \u201eDreimal\nverdammter Wald\u201c, fluchte sie. \u201eIch wollte mich doch nur mit k\u00f6stlichem\nB\u00e4renmet betrinken und dann wieder aufbrechen. Und jetzt sitze ich in diesem\ndreimal verfluchten Wald fest.\u201c W\u00fctend trat sie einen Stein weg und marschierte\nweiter.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Sie kam nicht wieder an dem gestauten See vorbei, den\nPfad zur\u00fcck nach Virport fand sie jedoch auch nicht. Selbst durch die dichten\nBaumkronen konnte sie sehen, dass die Sonne langsam unter ging und irgendwie\nfanden die tiefen Sonnenstrahlen ihren Weg durch den Wald, um sie zu blenden.\nMit zusammengekniffenen Augen und leise fluchend lief Algrid weiter durch den\nWald, wobei die Kette um ihren Hals und die Schneidz\u00e4hne an ihren H\u00fcften bunte\nReflexionen an die B\u00e4ume warfen. Sie war v\u00f6llig in Gedanken versunken, als sie\n\u00fcber sich ein Rauschen h\u00f6rte. Als w\u00fcrde der Wind durch die Bl\u00e4tter wehen, doch es\nwar absolut windstill. Kein Blatt bewegte sich. Algrids Blick schnellte nach\noben und ihre gr\u00fcnen Augen musterten die Baumkronen \u00fcber ihr. Nichts war zu\nsehen. Sie ging weiter, diesmal jedoch aufmerksam und vorsichtig. Jeden Moment\neinen Angriff erwartend, doch nichts passierte. Der Wald schien wie\nausgestorben, selbst die V\u00f6gel waren verstummt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Schlie\u00dflich machte sie unter einer gro\u00dfen Steineiche\nhalt. Das Gef\u00fchl beobachtet zu werden war furchterregend und ein Funke aus\nAngst begann in ihrem Herzen zu lodern. Langsam schritt sie um den Baum herum,\nals sie \u00fcber sich ein Fauchen h\u00f6rte, gefolgt von demselben Rauschen, das sie\nschon vorher bemerkt hatte und das ihr durch den Wald gefolgt war. Wieder\nschnellte ihr Blick nach oben und wieder sah sie nichts. Sie umklammerte die\nOrknase weiter, jetzt mit schwei\u00dfnassen H\u00e4nden. Die Baumkrone schien vor ihren\nAugen zu verschwimmen und dann sah sie es. Den gr\u00fcnen Schatten. Er hob sich\nkaum von dem Gr\u00fcn der Baumkronen ab und sein brauner schuppiger Bauch\nverschmolz mit dem Braun der Baumrinde. Algrids Hand glitt zu der glitzernden\nKette an ihrem Hals und wieder ert\u00f6nte dieses Zischen. Nur dass es kein Zischen\nwar, sondern ein Fauchen und fast schien es Algrid, als k\u00f6nnte sie die Gier in\ndiesem Fauchen h\u00f6ren. Dann sah sie seinen Kopf. Gr\u00fcne Augen, dasselbe Gr\u00fcn wie\ndas ihrer eigenen, jedoch mit geschlitzten Pupillen. Augen, die sie anstarrten\nund keine Sekunde aus dem Blick lie\u00dfen und darunter ein ge\u00f6ffnetes Maul mit\ndutzenden wei\u00dfer Z\u00e4hne so spitz wie Nadeln. Als Algrid einen weiteren Schritt\nzur\u00fcck trat, ohne das Biest aus den Augen zu lassen, fauchte es erneut und\nbreitete Schwingen aus, die eine Spannweite von mindestens drei Schritt\nerreichten. Vier messerscharfe Greifklauen gruben sich tief in die Rinde des\nBaumes und Rauch stieg aus den aufgebl\u00e4hten N\u00fcstern des Unget\u00fcms auf. Der\nBaumdrache war bereit sie zu t\u00f6ten und zu zerrei\u00dfen und danach alles was\ngl\u00e4nzte und glitzerte in seinen Hort zu bringen, den er in der Krone der\nriesigen Steineiche bewohnte. Algrid war kurz davor von ihrer Angst \u00fcbermannt\nzu werden. Noch nie hatte sie einem solchen Unget\u00fcm gegen\u00fcber gestanden und\nschon gar nicht allein. Doch niemand war hier und Swafnir mochte keine\nFeiglinge. Der Gedanke an ihren Vater, den Gottwal, brachte neuen Mut in ihr\nHerz. Sie umklammerte den Griff der Orknase mit beiden H\u00e4nden. \u201eKomm schon\nher\u201c, schrie sie den Drachen an. \u201eKomm und hol mich, du h\u00e4ssliches Biest.\u201c Als\nh\u00e4tte das Unget\u00fcm sie verstanden, erhob der Drache sich in die Luft, kreiste\neinmal \u00fcber sie hinweg und landete dann vor ihr. Der aus seinen N\u00fcstern\naufsteigende Rauch war dichter geworden und der lange schuppige Schwanz des\nUnget\u00fcms peitschte w\u00fctend hin und her. Algrid erhob drohend die Orknase und die\nKlauen des Drachen gruben sich tief in den weichen Waldboden, als er sich\nbereit machte vorzupreschen und sie anzugreifen. Algrid wich seinem ersten\nAngriff aus und sein nach ihr schnappendes Maul verfehlte nur knapp ihren\nEllbogen. Algrid holte aus und vergrub die Schneide der Orknase tief in der\nSchulter des Drachen. Es kostete sie einige Anstrengung das Axtblatt wieder zu\nbefreien und die Wunde war nicht so tief wie sie es gehofft hatte. Nur wenig\nseines gr\u00fcnen Blutes sickerte aus der Wunde. Die Haut eines Drachen war dick\nund leiser Zweifel keimte in ihr auf. Trotzdem hatte sie den Drachen verletzt\nund war er vorher noch vorsichtig auf sie zugegangen, verfiel er jetzt in\nunb\u00e4ndige Wut. Zischend holte der Drache Luft und blickte Algrid voller Hass\nan. Sein Maul \u00f6ffnete sich, um die spitzen Z\u00e4hne zu zeigen und Algrid reagierte\nim letzten Moment. Mit einem Hechtsprung rettete sie sich hinter einen Baum,\nals sie schon die Hitze hinter sich sp\u00fcrte. Ein kraftvoller Flammenstrahl\nschoss aus dem Maul des Drachen und verwandelte alles auf seinem Weg in Asche.\nAlgrid Herz schlug ihr bis zum Hals. Vorsichtig blickte sie hinter dem Baum\nhervor, als der Drache ihr Versteck schon fast erreicht hatte. Das Biest ist\nschnell, dachte sie grimmig und sprintete um den Baum herum. Bevor der Drache\nreagieren konnte, schlug sie erneut mit der Axt zu. Diesmal vergrub sie die\nSchneide in der Seite des Drachen und mehr gr\u00fcnes Blut floss auf den Waldboden.\nDoch noch w\u00e4hrend Algrid versuchte das Axtblatt aus den Schuppen des Drachen zu\nbefreien, holte dieser erneut Luft und badete sie in einem Flammenmeer. Die\njunge Thorwalerin konnte sich erneut mit einem beherzten Sprung retten, doch\nihre Orknase war verloren. Das Axtblatt steckte noch immer in der Flanke des\nDrachen, w\u00e4hrend der Stiel den Flammen zum Opfer gefallen war. Auch ihre Hand\nhatte es schlimm erwischt. Sie war so schlimm verbrannt, dass sie die Finger\nkaum bewegen konnte und die Haut auf ihrem Unterarm begann bereits riesige\nschwarze Blasen zu werfen. Algrid fluchte leise vor sich hin, gr\u00fcbelte jedoch\ngleichzeitig dar\u00fcber wie sie das Unget\u00fcm t\u00f6ten konnte. Vor jedem Feuerspeien\nholte das Biest tief Luft, jedoch nicht durch die N\u00fcstern oder das Maul. Es\nbesa\u00df eine \u00d6ffnung direkt an der Kehle, durch die Algrid das Feuer gesehen\nhatte, das im Inneren des Monsters loderte und durch diese \u00d6ffnung holte er\nLuft um Feuer und Tod zu speien. Algrid wusste, dass sie nur eine Chance hatte.\nWieder schickte sie ein Gebet zu Swafnir, griff nach dem Schneidzahn an ihrem\nG\u00fcrtel und machte sich bereit. Sie sprang hinter dem Baum hervor, direkt vor\nden Drachen, der sie voller Hass anstarrte. Zornig gruben sich seine Klauen in\nden Boden und er schnappte nach ihr. Seine sichelartigen Z\u00e4hne streiften ihre\nSchulter und hinterlie\u00dfen tiefe Schnitte, die sich sofort mit Blut f\u00fcllten,\ndoch nichts war so schlimm wie das Drachenfeuer. Nachdem sie den Attacken des\nDrachen einige Male flink ausgewichen war, blickte er sie erneut zornig an,\nbereit ihr den Todesto\u00df zu versetzen. Er holte tief Luft und diese kleine\n\u00d6ffnung, kaum gr\u00f6\u00dfer als die Handfl\u00e4che einen Kindes, erschien erneut an seiner\nKehle. Algrid steckte all ihre Kraft, all ihre Angst und all ihren Zorn in den\nWurf. Sie hatte ihr Ziel noch nie verfehlt und auch diesmal traf sie genau. Sie\nwarf und der Schneidzahn taumelte in der Luft auf den Drachen zu. Es schien als\nw\u00fcrde er das Biest verfehlen, doch im letzten Moment schrieb die Wurfaxt eine\nKurve und das lange schlanke Axtblatt grub sich tief in die offene Feuergrube\ndes Drachen. Voll Schmerz schrie das Unget\u00fcm auf und das Feuer erlosch in\nseinem Inneren. Vor Zorn aufschreiend, sprang Algrid nach vorn und vergrub die\nWurfaxt mit einem Tritt, in den sie all ihre letzte Kraft legte, noch tiefer in\nder Kehle des Drachen. Dieser heulte erneut auf, ging dann zu Boden und blieb\nzuckend liegen. Gr\u00fcnes Blut, auf dem kleine Flammen tanzten, schoss aus der\nWunde in seinem Hals und bald blieb er regungslos liegen. Algrid sank auf die\nKnie und schickte erneut ein Gebet an Swafnir. Sie hatte es wirklich geschafft.\nLangsam lie\u00df sie sich auf den Boden sinken und schloss gl\u00fccklich ihre Augen.\nSie w\u00fcrde sich noch kurz ausruhen und sich dann auf den Weg zur\u00fcck nach Virport\nmachen. Doch dann versank sie in Dunkelheit.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Algrid erwachte im Haus der Alten. Jeder Teil ihres\nK\u00f6rpers schmerzte und besonders ihre Hand und ihre Schulter schienen in Flammen\nzu stehen. Neben ihr kniete die Alte und blickte sie voller Verehrung und Liebe\nan. \u201eDu hast es geschafft, Kind\u201c, fl\u00fcsterte sie und tupfte Algrids Stirn mit\neinem feuchten Tuch ab. \u201eDu hast den gr\u00fcnen Schatten besiegt. Wir haben seinen\nHort gefunden. Er hat alles gesammelt was gl\u00e4nzt. Deswegen hat er dich\nangegriffen. M\u00f6chtest du etwas von seinem Schatz behalten?\u201c Algrid blickte\nher\u00fcber zu dem Haufen gl\u00e4nzenden Metalls. Es war haupts\u00e4chlich Plunder, nichts\nvon Wert. Schwach sch\u00fcttelte die junge Thorwalerin den Kopf. \u201eEin Horn von\neurem guten B\u00e4renmet w\u00e4re wunderbar\u201c, antwortete sie mit kr\u00e4chzender Stimme.\n\u201eUnd meinen Schneidzahn h\u00e4tte ich gerne wieder.\u201c Die Alte schenkte ihr ein\nzahnloses L\u00e4cheln. \u201eDas alles bekommst du, Algrid Feuerhaar. Die Skalden singen\nschon jetzt von dir, Kriegerin. Und das werden sie auch noch in vielen hundert\nWintern tun.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Karva lehnte\nsich zur\u00fcck und nahm einen tiefen Schluck aus ihrer Wasserflasche. Alle\nblickten sie ehrf\u00fcrchtig an. \u201eDas war eine hervorragende Geschichte\u201c, gr\u00f6lte\nBlotgrimm. \u201eDie kannte ich noch nicht.\u201c Alle nickten mit strahlenden Augen und\ndie Stimmung hatte sich sichtlich verbessert. Alle die vor der Geschichte ihr\nLager aufgesucht hatten, um zu schlafen, w\u00fcrden sich morgen selbst verfluchen,\nwenn die anderen \u00fcber diese Geschichte sprachen. Faenwulf kannte sie bereits,\nhatte er sie doch, ebenfalls wie Karva, von Ingibj\u00f6rg dem Alten geh\u00f6rt, der\nseiner Aussage nach, Algrid Feuerhaar einst in Olport kennengelernt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Mittlerweile\nwar es stockdunkel und es war das Beste, wenn sich langsam alle zu ihren\nSchlafst\u00e4tten begaben. Ein grimmiger Kerl namens Steinar erkl\u00e4rte sich bereit\ndie erste Wache zu \u00fcbernehmen. Faenwulf nickte ihm dankbar zu. Steinar sollte\nihn bald wecken, da Faenwulf die Hundswache \u00fcbernehmen w\u00fcrde. Hjasgar und\nBlotgrimm w\u00fcrden dann die fr\u00fche Wache \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war mittlerweile so kalt geworden, dass sie ihren Atem sehen konnte und Faenwulf war froh, dass er sich in Waskir eine weitere Wolldecke gekauft hatte. Er wickelte sich in alle Decken und Felle ein, die er dabei hatte und obwohl er fror, kam der Schlaf schnell. Tr\u00e4ume von Schatten plagten ihn und tiefer Schlaf wollte, obwohl er schnell eingeschlafen war, einfach nicht kommen. Immer wieder wachte Faenwulf auf und blickte her\u00fcber zu Steinar, der mit grimmigen Blick in die Dunkelheit starrte. Er sieht m\u00fcde aus, dachte Faenwulf, bevor er ein weiteres Mal in den Schlaf zur\u00fcck sank.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/vargberg.de\/?p=563\">Kapitel 7<\/a> | <a href=\"https:\/\/vargberg.de\/?p=672\">Kapitel 9<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIch erz\u00e4hle euch die Geschichte von Algrid Feuerhaar. Geboren und aufgewachsen in Olport war sie fr\u00fch noch bekannt unter dem Namen Algrid Thinmarsdottir. 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