{"id":814,"date":"2020-10-03T09:19:42","date_gmt":"2020-10-03T09:19:42","guid":{"rendered":"https:\/\/vargberg.de\/?p=814"},"modified":"2020-12-28T06:58:21","modified_gmt":"2020-12-28T06:58:21","slug":"unser-ist-das-meer-kapitel-30","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vargberg.de\/?p=814","title":{"rendered":"Unser ist das Meer \u2013 Kapitel 30"},"content":{"rendered":"\n<p>Ragin lachte erleichtert auf, w\u00e4hrend Tr\u00e4nen der Erleichterung Beorns Wangen herab liefen. Ingibj\u00f6rg ging in die Knie und brach dann am Eingang der H\u00f6hle zusammen. Er hielt seinen Bauch, in dem eine tiefe Wunde klaffte, die stark blutete. Sofort schafften die Lehrlinge ihn ans Feuer und versuchten die Blutung zu stillen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIhr solltet zur\u00fcck gehen\u201c, sagte Leif. \u201eNehmt ihn mit und versorgt ihn. Ich k\u00fcmmere mich um den Rest.\u201c So schafften sie den alten auf den Karren, in dem Leif seine Werkzeuge transportiert hatte und fuhren damit zur\u00fcck zum Grassodenhaus.<\/p>\n\n\n\n<p>Olvir hatte es tats\u00e4chlich zur\u00fcck geschafft. Das Pony graste friedlich neben den Ziegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie legten Ingibj\u00f6rg auf sein Lager und nutzten, was er ihnen beigebracht hatte. Sie gaben dem Alten Knoblauch zu essen. Roch seine Bauchwunde nach kurzer Zeit nach Knoblauch, war ihm nicht mehr zu helfen. Es w\u00e4re ein Zeichen daf\u00fcr gewesen, dass der Wolf seine Eingeweide zerfetzt hatte. Dies war jedoch nicht der Fall. Also gaben sie ihm ein Horn seines guten Kr\u00e4uterschnapses und schlossen die Wunde mit etlichen Nadelstichen. Der Alte schlief sofort ein und die jungen Thorwaler wussten, dass er noch nicht \u00fcber den Berg war. Sie legten schmerzstillende Kr\u00e4uter unter seine Zunge und lie\u00dfen den Alten dann allein. Nun versorgten sie auch ihre eigenen Wunden, a\u00dfen und tranken etwas und legten sich auf ihre Lager. Beide waren so ersch\u00f6pft, dass sie Leifs R\u00fcckkehr nicht bemerkten. Trotz des steten fl\u00fcstern der Runjas schliefen die beiden jungen Goden traumlos.<\/p>\n\n\n\n<p>Anders als an anderen Morgen war der Alte nicht schon aufgestanden, als die Sonne sie weckte. Er war jedoch wach und unterhielt sich leise mit Leif, der an seinem Lager sa\u00df. Ingibj\u00f6rg schenkte seinen Lehrlingen ein schmerzverzerrtes L\u00e4cheln. \u201eIch bin sehr stolz auf euch\u201c, fl\u00fcsterte er. \u201eIch muss jetzt ruhen, aber bald geht unsere Arbeit weiter. Wir m\u00fcssen den Berg vorbereiten. Und jetzt holt mir etwas kaltes zu trinken.\u201c Die beiden jungen M\u00e4nner sch\u00fcttelten lachend die K\u00f6pfe und gingen raus, um ihrem Lehrmeister ein Horn kaltes Wasser zu bringen. Sie blickten \u00fcberrascht auf, als sie sahen, dass das gr\u00fcne Banner mit dem Antlitz des Wolfes \u00fcber dem Plateau gehisst war. Leif musste es aufgestellt haben, als er zur\u00fcck gekehrt war. Sie wussten nicht wieso, doch dieses Banner gab ihnen ein gutes Gef\u00fchl. Ein Gef\u00fchl von Sicherheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie schritten schweigend zum Brunnen, f\u00fcllten den Eimer mit kaltem Wasser und gaben gleichzeitig den Ziegen neues Heu und f\u00fcllten ihre Tr\u00e4nke.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs ist unglaublich was wir da gestern erlebt haben\u201c, begann Beorn und blickte in den Wald Richtung der H\u00f6hle. \u201eUnd ich hoffe wir werden so etwas nie wieder erleben\u201c, erg\u00e4nzte Ragin trocken und nahm einen Schluck Wasser. \u201eIch dachte schon die Runjas w\u00e4ren schlimm, doch dieses Monstrum \u00fcbersteigt alles Schreckliche, das ich je vorzustellen wagte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie f\u00fcllten ein Horn mit Wasser und gingen zur\u00fcck ins Grassodenhaus. Ingibj\u00f6rg nahm einen tiefen Schluck, w\u00e4hrend er sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den Bauch hielt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eLeif wird euch helfen alles vorzubereiten\u201c, begann er und biss etwas von einem St\u00fcck frischen Brotes ab. \u201eNun da der Berg wieder sicher ist, m\u00fcssen wir das Plateau vorbereiten. Es werden B\u00e4ume gef\u00e4llt werden m\u00fcssen, Steine geschleppt und Vorr\u00e4te f\u00fcr den Winter angelegt. Sobald der Winter vorbei ist, wird es beginnen.\u201c Die Lehrlinge tauschten verwirrte Blicke, doch sie wussten, dass sie von dem Alten keine genauen Antworten w\u00fcrden erwarten k\u00f6nnen. Es war ebenfalls ein Teil der Pr\u00fcfung. Wieviel Arbeit waren sie bereit zu leisten, ohne zu wissen wof\u00fcr. Ingibj\u00f6rg w\u00fcrde es ihnen mitteilen und B\u00e4ume f\u00e4llen und Steine schleppen war tusund mal besser als gegen einen rachs\u00fcchtigen b\u00f6sen Geist zu k\u00e4mpfen. Au\u00dferdem sollten sie beginnen bevor der erste Schnee fiel.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/vargberg.de\/?p=809\" data-type=\"post\" data-id=\"809\">Kapitel 29<\/a> | <a href=\"https:\/\/vargberg.de\/?p=847\" data-type=\"post\" data-id=\"847\">Kapitel 31<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ragin lachte erleichtert auf, w\u00e4hrend Tr\u00e4nen der Erleichterung Beorns Wangen herab liefen. Ingibj\u00f6rg ging in die Knie und brach dann am Eingang der H\u00f6hle zusammen. 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